Ein Schwerpunkt unserer Praxis sind endoskopische Untersuchungen des Verdauungstrakts („Magen- bzw. Darmspiegelung“)

Dabei werden der obere oder untere Verdauungstrakt mit flexiblen Endoskopen untersucht, in den meisten Fällen bzw. je nach Patientenwunsch in einer Art Tiefschlaf (sog. Sedierung mit dem Medikament Propofol), sodass Sie von der Untersuchung nichts spüren.

Unsere Endoskope entsprechen dem neuesten technischen Stand und stellen den untersuchten Körperabschnitt in HD-Qualität dar (vom Videochip des Endoskops über den Bildverarbeitungsprozessor bis hin zur Darstellung auf dem 27-Zoll LCD-Monitor). Über die dünnen Instrumente können auch Proben entnommen oder sogar größere Polypen entfernt werden, wobei diese Prozeduren selbst schmerzfrei sind.

Selbstverständlich werden die Endoskope vor jeder Untersuchung komplett maschinell gereinigt und desinfiziert und unterliegen der ständigen Hygienekontrolle der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

© sudok1 / Fotolia

Magenspiegelung

Hier wird die Speiseröhre, der Magen und der Zwölffingerdarm untersucht, meistens um die Ursache von Sodbrennen, Schmerzen im Oberbauch, einer Blutarmut oder von Verdauungsstörungen zu klären. Das Einführen des flexiblen Endoskops mit dem Durchmesser eines kleinen Fingers über dem Mund-Rachen-Raum kann einen Würgereiz verursachen, der durch eine „Schlafspritze“ (Sedierung) praktisch komplett ausgeschaltet werden kann. Alternativ kann der Rachen mit einem Spray betäubt werden, um den Würgereiz zu vermindern. Zur optimalen Darstellung des Magens muss dieser durch das Endoskop mit Luft gefüllt werden. Bei auffälligen Befunden oder auch generell zur Klärung einer stillen Infektion mit dem Magenkeim „Helicobacter pylori“ werden durch das Endoskop kleine Proben in Millimetergröße zur pathologischen Untersuchung entnommen. Die Probeentnahme selbst ist schmerzfrei.

Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 5 Minuten. Aufgrund der kurzen Wirkdauer des Sedierungsmittels Propofol sind Sie schon wenige Minuten nach der Untersuchung wieder wach und gehfähig.

Beachten Sie aber bitte, dass sie nach einer „Schlafspritze“ (Sedierung) 12 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, d. h. Sie benötigen eine Person, die Sie abholt. Selbstverständlich erhalten Sie nach einer Sedierung eine Krankschreibung für diesen Tag.

Darmspiegelung

Einerseits dient die Darmspiegelung der Abklärung von Symptomen wie Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, einer Blutarmut oder chronischen Durchfällen. Andererseits dient die Untersuchung auch der Früherkennung und Vermeidung von Darmkrebs als gesetzliche Vorsorgeuntersuchung bei allen Menschen ab dem 55. Lebensjahr, auch bei absoluter Beschwerdefreiheit. Dickdarmkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland und verursacht im Frühstadium praktisch nie Beschwerden. Eine Früherkennung erhöht die Heilungschancen erheblich auf über 90%. Außerdem kann die Vorsorge-Darmspiegelung den Darmkrebs zum Teil sogar verhindern, und zwar durch die Entfernung sogenannter Polypen (welche die Vorstufen des Darmkrebses sind) während der Untersuchung.

Der Dickdarm muss vor der Untersuchung durch das Trinken von Abführlösung gespült werden, um eine optimale Sicht auf alle Darmabschnitte zu ermöglichen. Zur Untersuchung wird das flexible Endoskop mit dem Durchmesser eines Zeigefingers über den Enddarm über den kompletten Dickdarm bis zum letzten Abschnitt des Dünndarms (Ileum) unter Sichtkontrolle auf dem Videomonitor vorgeschoben. Der Darm muss mit Luft bzw. CO2 gefüllt werden, um die Oberfläche komplett sehen zu können.

Das Vorschieben des Endoskops und das Befüllen des Darms mit Luft wird von vielen Patienten als unangenehm, manchmal auch schmerzhaft empfunden, sodass die Darmspiegelung auch mit einer „Schlafspritze“ (Sedierung) möglich ist, was praktisch eine schmerzfreie Untersuchung ermöglicht. Die Untersuchung dauert in der Regel 20-30 Minuten. Aufgrund der kurzen Wirkdauer des Sedierungsmittels Propofol ist es einerseits möglich, beim schmerzfreien Rückzug des Endoskops den wichtigsten Teil der Untersuchung am Monitor mitzuverfolgen (natürlich nur wenn Sie das wollen), andererseits sind Sie schon wenige Minuten nach der Untersuchung wieder wach und gehfähig.

Beachten Sie aber bitte, dass sie nach einer „Schlafspritze“ (Sedierung) 12 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, d. h. Sie benötigen eine Person, die Sie abholt. Selbstverständlich erhalten Sie nach einer Darmspiegelung eine Krankschreibung für diesen Tag.


Besondere Leistung unserer Praxis:

Als besondere Leistung unserer Praxis führen wir alle Darmspiegelungen mit CO2 durch, d. h. dass der Darm zur Untersuchung nicht mit Raumluft (hauptsächlich Stickstoff), sondern mit CO2 gefüllt wird. Anders als die Raumluft wird das Gas CO2 nach der Untersuchung vom Körper aus dem Darm aufgenommen und unbemerkt wieder ausgeatmet. Das bedeutet, dass Ihnen das oft schmerzhafte Aufgeblähtsein nach der Untersuchung erspart bleibt. Die Gabe von CO2 ist dabei für Sie absolut ungefährlich, lediglich bei Patienten mit einer schwersten COPD (chronische Bronchitis mit Sauerstoff-Langzeittherapie) ist die CO2-Gabe nicht möglich.

Enddarmspiegelung

Bei Beschwerden im Enddarm wie Juckreiz, Blutungen nach dem Toilettengang oder analen Schmerzen kann die Ursache in den letzten Zentimetern des Dickdarms liegen (häufig Hämorrhoiden). Dieser Abschnitt kann ohne besondere Vorbereitung mit einem kurzen Endoskop untersucht werden. Sind Hämorrhoiden die Ursache der Beschwerden, können diese durch Medikamente oder winzige Gummibänder während der Untersuchung verödet werden.

In den allermeisten Fällen ist die Untersuchung ebenso wie die Verödung der Hämorrhoiden schmerzfrei.