Der Schwerpunkt unserer Praxis sind endoskopische Untersuchungen des Verdauungstrakts („Magen- und Darmspiegelung“)

Der Magen oder der Dickdarm wird mit einem speziell dafür hergestellten flexiblen Video-Endoskop untersucht, Magenspiegelungen werden ausschließlich mit sog. Gastroskopen und Darmspiegelungen nur mit Koloskopen durchgeführt.

Die Endoskopie wird meistens in einer Art Tiefschlaf (sog. Sedierung) durchgeführt, sodass Sie von der Untersuchung nichts spüren. Für die Sedierung verwenden wir in den meisten Fällen das Medikament Propofol, seltener auch Midazolam oder S-Ketamin+Midazolam. Die Sedierung ist durch die ständige Überwachung der Vitalfunktionen von Kreislauf und Atmung während der Untersuchung und nicht zuletzt durch die langjährige Expertise des Untersuchers in der Sedierung und auch der Intensivmedizin ein sehr sicheres Verfahren.

Unsere Endoskope entsprechen dem neuesten technischen Standard und stammen aus der hochwertigsten Produkt-Serie des führenden Endoskop-Herstellers (Pentax i10-Serie). Das Videobild des untersuchten Körperabschnitts wird nach Echtzeit-Bildprozessierung (u.a. virtuelle Chromoendoskopie) auf einem Full-HD-LCD-Monitor dargestellt. Über die dünnen Endoskope können Proben entnommen und auch größere Polypen entfernt werden.

Selbstverständlich werden die Endoskope vor jeder Untersuchung komplett maschinell gereinigt und desinfiziert und unterliegen der ständigen Hygienekontrolle der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

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Magenspiegelung

Dabei werden die Speiseröhre, der Magen und der Zwölffingerdarm untersucht, um die Ursache von Sodbrennen, Schmerzen im Oberbauch, einer Blutarmut oder von Verdauungsstörungen zu klären. Das Endoskop muss über den Mund und Rachen in den Magen vorgeschoben werden, was unwillkürlich einen Würgereiz verursacht, der für eine gründliche Untersuchung meistens sehr hinderlich ist. Deshalb wird die Magenspiegelung in aller Regel mit einer „Schlafspritze“ (Sedierung) durchgeführt, was den Würgereiz und die Schmerzempfindung praktisch komplett ausschaltet. Wenn in begründeten Ausnahmefällen keine Sedierung erwünscht ist, kann der Rachen mit einem Spray betäubt werden, um den Würgereiz zu vermindern. Zur optimalen Darstellung des Magens muss dieser durch das Endoskop komplett mit Luft gefüllt werden. Bei auffälligen Befunden oder auch generell zur Klärung einer stillen Infektion mit dem Magenkeim „Helicobacter pylori“ werden durch das Endoskop kleine Proben in Millimetergröße zur histologischen Untersuchung entnommen. Die Probeentnahme selbst ist schmerz- und risikolos.

Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 5 Minuten. Aufgrund der kurzen Wirkdauer des Sedierungsmittels Propofol sind Sie schon wenige Minuten nach der Untersuchung wieder wach und gehfähig.

Beachten Sie aber bitte, dass sie nach einer „Schlafspritze“ (Sedierung) 12 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, d. h. Sie können nicht selbst Auto oder Fahrrad fahren. Ein kurzer Fußweg oder eine Fahrt mit dem Bus oder Taxi ist dagegen problemlos möglich. Selbstverständlich erhalten Sie nach einer Sedierung eine Krankschreibung für diesen Tag.

Darmspiegelung

Einerseits dient die Darmspiegelung der Abklärung von Symptomen wie Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, einer Blutarmut oder chronischen Durchfällen. Andererseits dient die Untersuchung auch der Früherkennung und Vermeidung von Darmkrebs als gesetzliche Vorsorgeuntersuchung bei Männern ab dem 50., bei Frauen ab dem 55. Lebensjahr, auch bei absoluter Beschwerdefreiheit. Dickdarmkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland und verursacht im Frühstadium praktisch nie Beschwerden. Eine Früherkennung erhöht die Heilungschancen erheblich auf über 90%. Außerdem kann die Vorsorge-Darmspiegelung den Darmkrebs zum Teil sogar verhindern, und zwar durch die Entfernung sogenannter Polypen (welche die Vorstufen des Darmkrebses sind) während der Untersuchung.

Der Dickdarm muss vor der Untersuchung durch das Trinken von Abführlösung gespült werden, um eine optimale Sicht auf alle Darmabschnitte zu ermöglichen. Zur Untersuchung wird das flexible Endoskop über den Enddarm und den kompletten Dickdarm bis zum letzten Abschnitt des Dünndarms (Ileum) unter Sichtkontrolle auf dem Videomonitor vorgeschoben. Der Darm muss dabei mit Luft bzw. CO2 gefüllt werden, um alle Darmabschnitte möglichst gut einsehen zu können.

Das Vorschieben des Endoskops um die Darmwindungen ("Flexuren") und das Befüllen des Darms mit Luft wird von den meisten Patienten als schmerzhaft empfunden, sodass die Darmspiegelung in aller Regel mit einer „Schlafspritze“ (Sedierung) durchgeführt wird, was praktisch eine schmerzfreie Untersuchung ermöglicht. Die Untersuchung dauert meistens 20-30 Minuten. Durch die kurze und gut steuerbare Wirkungsdauer des Sedierungsmittels Propofol sind Sie schon wenige Minuten nach der Untersuchung wieder wach und gehfähig.

Beachten Sie aber bitte, dass sie nach einer „Schlafspritze“ (Sedierung) 12 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, d. h. Sie können nicht selbst Auto oder Fahrrad fahren. Ein kurzer Fußweg oder eine Fahrt mit dem Bus oder Taxi ist dagegen problemlos möglich. Selbstverständlich erhalten Sie eine Krankschreibung für den Tag der Darmspiegelung.

Besondere Leistung unserer Praxis:

Als besondere Leistung unserer Praxis führen wir alle Darmspiegelungen mit CO2 durch, d. h. dass der Darm zur Untersuchung nicht mit Raumluft (hauptsächlich Stickstoff), sondern mit CO2 gefüllt wird. Anders als die Raumluft wird das Gas CO2 nach der Untersuchung vom Körper aus dem Darm aufgenommen und unbemerkt wieder ausgeatmet. Das bedeutet, dass Ihnen das oft schmerzhafte Aufgeblähtsein nach der Untersuchung erspart bleibt. Die Gabe von CO2 ist dabei für Sie absolut ungefährlich.

Link zum offiziellen Erklär-Video der "Magen-Darm-Ärzte.de" auf YouTube: Darmspiegelung

Enddarmspiegelung

Bei Beschwerden im Enddarm wie Juckreiz, Blutungen nach dem Toilettengang oder analen Schmerzen kann die Ursache in den letzten Zentimetern des Dickdarms liegen. Dieser Abschnitt kann ohne besondere Vorbereitung mit einem kurzen Endoskop untersucht werden. Sind Hämorrhoiden die Ursache der Beschwerden, können diese durch Medikamente oder winzige Gummibänder während der Untersuchung verödet werden.

In den allermeisten Fällen ist die Untersuchung selbst und auch die Verödung von Hämorrhoiden schmerzfrei. In den ersten Tagen nach einer Hämorrhoidenverödung kann es gelegentlich zu Schmerzen oder einem Druckgefühl kommen, was durch Hämorrhoiden-Salben oder herkömmliche Schmerztabletten aber gut behandelbar ist.